Im Gespräch mit Mirco Pinske, SIT-Geschäftsführer

Als Experte für Brandmanagement und Prozessoptimierung gewann Mirco Pinske mit kommunalen Unternehmen u. a. den Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation und den German Brand Award.

2017 entwickelte er mit Stadtwerken und einem IT-Dienstleister eine digitale Plattform für kommunale Services.

„Wir machen den Alltag einfacher und sicherer."

 

Herr Pinske, die aktuelle Bundesregierung hat ein Digitalministerium geschaffen und eine Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung aufgelegt. Setzt Deutschland damit zur digitalen Aufholjagd an?

Zunächst mal unterstreichen die-se Entscheidungen die Bedeutung von Digitalisierung. Schon jetzt sind weite Teile unseres Alltags durch Digitalisierung geprägt. Und diese Bedeutung wird noch rasant zunehmen. Im Digitalen entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Andere Länder sind da deutlich weiter als wir. Von Aufholjagd möchte ich trotzdem nicht sprechen. 

 

Warum nicht? 

Aufholjagd klingt nach Sprint. Digitalisierung aber ist ein Marathonlauf - mit sich stetig verändernder Wegführung. Es geht häufig gar nicht darum, andere einzuholen. Wir müssen den digitalen Weg finden, der am besten zu unserem Land passt. Ein föderaler Bundesstaat beispielsweise mit starker kommunaler Verwaltung muss andere Wege gehen als ein zentralistischer Staat. Und technologische Innovationen werden uns ohnehin immer wieder dazu bringen, nachzudenken, ob wir unseren Weg anpassen müssen. Aber wichtig ist, dass wir aufbrechen, dass wir den digitalen Weg konsequent beschreiten. 

 

Welche Rolle spielt die SIT auf diesem Weg? 

Wir sehen uns in erster Linie als Partner der Kommunen und als Vertreter der Bürgerinnen und Bürger, die dort leben. Wir möchten den Alltag der Menschen vor Ort einfacher und sicherer machen. Dafür entwickeln, liefern und betreiben wir digitale Lösungen. Dazu gehören Software-Lösungen und Hardware-Ausstattung für Verwaltung und Schule. Aber auch Beratungsangebote, um zum Beispiel digitale Prozesse zu optimieren.  

 

Und wenn wir nun in die nahe Zukunft schauen - wohin soll es 2026 gehen? 

Wir werden vor allem noch weiter in Richtung Sicherheit und Vereinheitlichung gehen. Unser Ziel ist es, einer der sichersten kommunalen IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen zu werden. Das gelingt uns nur in engem Gleichschritt mit den Kommunen. Aber die Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist extrem eng und fruchtbar, weswegen wir da schon sehr weit vorangekommen sind. Zugleich werden wir unser Angebot an digitalen Lösungen weiter standardisieren. Das zahlt auch auf die Sicherheit ein, wenn es klare und einheitliche Sicherheitsstandards gibt. Zugleich schaffen wir dadurch Freiräume für Innovation und Qualitätssteigerung. 

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